
Cover ansehen ↗HERZWERK · ROCK AUS WÜRZBURG
Die Dornenkrone
Jede Dorne trägt eine Wunde, jeder Schutz kostet Kraft. Die Krone wird zum Zeichen einer Liebe, die trotz eigener Narben bleibt.
- Laufzeit
- 4:44
- Im Album
- Track 8 von 9
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SONG, COVER & ALBUM
Dornen tragen. Rosen bewahren.
Die Dornenkrone steht für Lasten, die von außen kaum zu sehen sind. Das erzählende Ich hat Träume begraben, Worte verschluckt und für andere getragen. Hinter dem Schutz stellt sich die leise Frage, wer den Beschützenden selbst noch trägt.
Dornen und Rosen verbinden Schmerz und Liebe miteinander. Die Stimme beschreibt einen Menschen, der mit seinen Schatten weitergeht und andere vor einem Teil dieser Dunkelheit bewahren möchte. Seine Verletzlichkeit bleibt dabei sichtbar.
In der Chronik folgt „Die Dornenkrone“ auf „Sturmträger“ und vertieft das Motiv der schützenden Hingabe. Der Text zeigt zugleich die Wunden, die ein solches Weitertragen hinterlässt.
Mehr über „Die Chronik des ersten Rufes“ ↗DIE WORTE HINTER DER MUSIK
Die DornenkroneDie Lyrics.
Manche tragen Kronen aus Gold. Andere tragen, was niemand sieht. Jede Dorne ein Versprechen. Jede Wunde ein Name. Und wenn die Welt wieder nach Blut verlangt... setz ich sie auf.
Ich hab gelernt, still zu fallen, Hab meine Träume tief vergraben, wo früher mal ein Morgen war. Die Hände voll von alten Narben, das Herz zu schwer für leichtes Licht. Ich hab so oft für euch getragen, doch keiner fragte: „Trägst du dich?“ Ich ging durch Feuer ohne Zeugen, durch Nächte ohne Wiederkehr. Und jedes Wort, das ich verschluckte, wurde in meiner Brust so schwer.
Doch wenn der Himmel wieder brennt und alles unter Schmerzen steht, bin ich der, der nicht wegrennt, auch wenn der Sturm durch meine Seele geht.
Ich trag die Dornenkrone, nicht weil ich heilig bin. Ich hab nur gelernt zu bluten, bevor du daran zerbrichst. Ich trag die Dornenkrone, durch Feuer, Schuld und Zeit. Und wenn die Rosen sterben, bleib ich für dich bereit.
Ich hab die Schatten nicht besiegt, ich hab nur gelernt, mit ihnen zu geh’n. Sie stehen nachts an meiner Seite, doch sie bringen mich nicht mehr zum Fleh’n. Für jedes Herz, das Schutz gebraucht hat, hab ich ein Stück von mir verlor’n. Doch lieber trag ich tausend Dornen, als dass du fällst vor meinem Tor. Ich bin kein Held aus alten Liedern, keine Lichtgestalt aus reinem Glanz. Ich bin nur einer, der noch steht, mit Blut an seinem Rosenkranz.
Und wenn die Welt nach Hoffnung schreit, doch keiner ihre Stimme hört, geh ich voran durch Dunkelheit, auch wenn sie meine Haut zerstört.
Ich trag die Dornenkrone, nicht weil ich heilig bin. Ich hab nur gelernt zu bluten, bevor du daran zerbrichst. Ich trag die Dornenkrone, durch Feuer, Schuld und Zeit. Und wenn die Rosen sterben, bleib ich für dich bereit.
Ich trag die Dornen, damit du Rosen siehst. Ich halt den Schmerz, solang dein Herz noch schlägt. Wenn diese Welt uns wieder niederkniet, bleib ich der Schatten, der sich vor dich legt.
Vielleicht war ich nie stark genug, ich tat nur so, damit du glaubst. Dass selbst ein Mensch mit schwerem Blut noch Liebe aus den Trümmern baut. Vielleicht zerbricht auch meine Stimme, vielleicht verlier ich irgendwann. Doch solange du noch Hoffnung brauchst, fang ich von vorne an.
Setz mir die Krone auf die Stirn, zieh jede Dorne tiefer rein. Wenn Schmerz der Preis für Liebe ist, dann soll mein Herz die Zahlung sein. Ich knie nicht nieder vor dem Ende, ich beug mich nicht vor dieser Nacht. Denn alles, was ich je beschützte, hat mich erst wirklich stark gemacht.
Ich trag die Dornenkrone, nicht weil ich heilig bin. Ich hab nur gelernt zu bluten, bevor du daran zerbrichst. Ich trag die Dornenkrone, durch Feuer, Schuld und Zeit. Und wenn die Rosen sterben, bleib ich für dich bereit. Ich trag die Dornenkrone, bis meine Seele schweigt. Doch solange du noch atmen kannst, bin ich der, der bleibt.
Manche Kronen glänzen im Licht. Meine sieht man erst, wenn sie blutet.









