
Cover ansehen ↗HERZWERK · ROCK AUS WÜRZBURG
Mond aus Glas
Ein schöner Himmel voller Risse. Die Erde erhebt ihre Stimme, während das Vertraute unter unseren Schritten zerbrechlich wird.
- Laufzeit
- 3:22
- Im Album
- Track 5 von 9
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SONG, COVER & ALBUM
Was uns trägt, kann zerbrechen.
„Mond aus Glas“ lässt menschliche Stimmen und die Erde aufeinander antworten. Der leuchtende Mond trägt die Risse einer Welt, deren Gleichgewicht immer stärker belastet wird. Warnzeichen bleiben lange ungehört, weil die Oberfläche noch schön erscheint.
Gefällte Wälder, Rauch am Horizont und eine Zukunft ohne Grün verbinden das Bild des zerbrechenden Himmels mit Verantwortung für die Natur. Die Erde spricht als diejenige, die das Leben getragen hat und weiter zum vorsichtigen Umgang mit ihm aufruft.
Der Song hält den Moment fest, in dem das erzählende Ich die Risse endlich erkennt. Noch ist der Mond nicht zerbrochen. Daraus entsteht die Aufforderung, aufmerksam zu werden, bevor aus den leisen Zeichen ein unwiderruflicher Verlust wird.
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Mond aus GlasDie Lyrics.
Manchmal beginnt das Ende mit einem Riss, den niemand sehen will.
Der Mond hängt still wie Glas im Schwarz, so schön, so kalt, so schwer. Die Erde sprach in leisen Zeichen, doch wir nannten es nur Wind.
Wir liefen weiter durch die Felder, als wären wir nicht ihr Kind.
Ich hab euch getragen, bevor ihr laufen konntet. Ich gab euch Wasser, Frucht und Feuer, doch ihr nahmt mehr, als eure Hände je verstanden.
Warum wirkt alles noch so schön, wenn es doch längst zerfällt?
Weil manches leise bricht, bevor es auf die Erde fällt.
Mond aus Glas, du trägst die Risse dieser Welt. Jeder Baum, der fällt, ist ein Splitter in deinem Licht.
Wenn du zerbrichst, fällt der Himmel in den Staub. Und alles, was wir Leben nannten, löst sich lautlos auf.
Wir fällten Wälder für die Zukunft, doch die Zukunft wurd' nicht grün. Sie stand aus Rauch am Horizont und sah uns müde beim Verlieren.
Ich war nie gegen euch. Ich war kein Feind, nur Gleichgewicht und Stille. Doch wer nimmt, als gäb es kein Morgen, legt Schatten auf jedes Licht.
Was bleibt von uns, wenn nichts mehr wächst? Nur Namen im Staub und Städte aus Schmerz. Wir hielten uns für Riesen... Doch standen auf dünnem Eis. Und jeder Schritt nach vorne hatte seinen Preis.
Mond aus Glas, du trägst die Risse dieser Welt. Jeder Baum, der fällt, ist ein Splitter in deinem Licht.
Mond aus Glas, noch leuchtest du für uns klar. Doch jedes Licht wird sterben, wenn wir nicht sehen, was hier war.
Tritt leise... was uns trägt, kann auch zerbrechen.
Ich seh die Risse jetzt.
Dann fang an, vorsichtig zu sein.
Mond aus Glas...
Noch bist du nicht zerbrochen.









